Everquest Next - Kerra Krieger in Aktion

Storybricks schließt die Pforten

Storybricks, das Unternehmen, welches für Daybreak Game Studio die KI des kommenden MMORPGs Everquest Next entwickeln sollte, muss schließen.

Offenbar war der Auftrag, die KI des MMORPGs Everquest Next zu programmieren, sehr wichtig für das Unternehmen Storybricks. Denn nur wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass Daybreak Game Studio sich vom Entwickler trennt, muss das Unternehmen nun dicht machen.

Das Unternehmen hatte mit finanziellen Problemen zu kämpfen und versuchte, mit allen Mitteln, weiterhin aktiv zu bleiben. Man wollte die Technologie hinter der KI an Daybreak verkaufen, doch diese wollten sie nicht haben. Man ging sogar soweit, dass man die entsprechende Abteilung bei Daybreak inklusive der Marke Everquest aufkaufen wollte, um diese selbst weiterführen zu können. Das wäre zwar ein finanzielles Risiko gewesen, doch manchmal muss man für Wachstum auch ein Riskio eingehen und investieren. Doch Sony wollte dies nicht und verkaufte alles an den Investor Columbus Nova.

Die Manager bei Storybricks ließen es sich nicht nehmen einen Seitenhieb gegen Columbus Nova auszuteilen. So hätte man das Unternehmen weiterführen können, wenn man so tiefe Einschnitte wie Columbus Nova bei Daybreak vorgenommen hätte. Allerdings hätte man bei Storybricks dafür mehr Manager entlassen und weniger Spiele-Designer. Dies hört sich so an, als wären die Auswirkungen durch den Aufkauf durch Columbus Nova doch deutlich drastischer als man dies kommuniziert hatte.

Die meisten Mitarbeiter von Storybricks haben bereits eine Anstellung in der Industrie gefunden und arbeiten schon an neuen Projekten. Storybricks hätte eine ganz besondere KI für das MMORPG Everquest Next entwickelt, welche die Bevölkerung und Kreaturen der Spielwelt auf eine natürliche Art durch die Welt geführt hätte. Wie die KI des MMORPGs nun aussieht, ist nicht bekannt. Daybreak möchte diese nun inhouse entwickeln. Da fragt man sich, wieso man dies nicht schon von Anfang an gemacht hat, wenn man offenbar trotz heftiger Personalkürzungen die Möglichkeiten dazu hat…

Share this post

1 comment

Add yours
  1. Zunjin 4 März, 2015 at 13:53 Antworten

    „It was our own decision and Sony Online Entertainment (now Daybreak Games) bears no fault for it. Sony Online Entertainment had been up for sale for a long time so our exit had no connection with the Columbus Nova acquisition.“

    Ich habe diesen Satz anders verstanden als ihr im Artikel. Für SOE / Daybreak ist auf Grund des lange geplanten und dann gescheiterten Verkaufs von Storybricks (SB) durch die Firmengründer und daraus
    resultierenden Schließung, der Partner weggefallen. Nicht umgekehrt.

    Sie sagen ja selbst, dass SOE / Daybreak keine Schuld trifft und die Schließung von Storybricks in keinerlei Verbindung mit der Übernahme von SOE durch Columbus Nova steht.

    Dafür spricht auch, dass sie schreiben, dass viele der insgesamt nur 10! Mitarbeiter des Unternehmens bereits vor Monaten neue Jobs gesucht und gefunden haben. So auch
    Brian ‚Psychochild‘ Green (der Macher von Meridian 59) der wie die meisten (alle?) Mitarbeiter von SB auch kein ausgewiesener KI-Designer war, sondern ein normaler Programmierer.

    Die Idee von Storybricks war / ist genial und gehört wie die komplette bisherige Arbeit SOE /
    Daybreak Games die bereits seit Monaten selbst an Storybricks rumschrauben, da laut Steve Klug die KI das Pathing und viele andere Dinge nicht hinbekam. All dies wurde eh bereits von SOE „in house“ und ohne SB Mitarbeiter gemacht.

    Was am Ende nun bei herum kommt, oder den Leuten eine gute KI überhaupt gefällt, dass steht in den Sternen. Aber so ist das bei allen Projekten die sich in Arbeit befinden.

Post a new comment